Norden
2022
Heute hört und liest man allenthalben vom Ende des Industriezeitalters. In den Bildern von Hans Bendiks gewinnen Produkte aus der hochindustriellen Phase der Nachkriegszeit in merkwürdiger Umkehrung eine Aura des Ursprünglichen, Wahren, Bewahrenswerten, Unentfremdeten. Das Sammeln, Stapeln, Arrangieren, Verwahren, kurz: der Umgang mit den nachbildenden Objekten, den Spielzeugen und Bausätzen ist Ausdruck des Versuchs, eine Beziehung zu einer Welt von Artefakten zu gewinnen.
In den Landschafts- und Stadtansichten aus der Bretagne entdecken wir verfremdet wirkende Darstellungen, in denen Häuserfronten wie ineinander geschobene, gestapelte Kulissen wirken, teils wie überbelichtet unter leerem Himmel, weitgehend unbelebt, höchst artiziell. Stadt und Landschaft wirken wie Modelle, wie Filmsettings.
Das Bewusstsein für die industrielle Möblierung der Welt mit Artefakten verändert langfristig also auch den Blick auf den Rest der Welt, auf Stadt und Land. Wir leben in einer gemachten Welt, in der die Idee von etwas Ursprüglichem erst entsteht.
Work
Featured Work
Raum 1
Raum 1
Raum 1
Raum 2
Raum 2
Raum 2
Raum 2
Dachgeschoss
Dachgeschoss
Location Garten
Location Rückseite